6 Kommentare

  1. Hallo Michael,
    ein sehr ordentlicher und tatsächlich aus deiner Praxis geschriebener Blog. Ich habe die EOS R jetzt seit gut zwei Wochen und bin damit auch sehr zufrieden. Sie ist für mich eine Erweiterung auf das Vollformat, denn bisher war die (sehr gute) EOS 80D die Kamera meiner Wahl. Da tun sich dann per se beim ersten Betrachten der Bilder im RAW-Konverter (LR) Welten auf. Auch wenn ich in der Konfigurierbarkeit noch nicht ganz so in die Tiefen abgetaucht bin, bin ich mit der grundsätzlichen Bedienung sehr zufrieden. Alle Funktionen funktionieren! Da werde ich nach deinem Bericht aber noch mal ran und mir das ein oder andere auch mal so wie von dir genannt konfigurieren. Auch meine Motive sind in der Regel eher unbewegt, klassische Landschaftsaufnahmen, Industrie und Industriekultur bilden den Schwerpunkt und da stören mich „nur“ 5 Bilder bei AF Servo sehr wenig. Denke aber, dass auch ich beim nächsten Helgolandbesuch einige Basstölpel-Flugaufnahmen mit nach Hause nehmen kann.

    Schön finde ich an deinem Blog, dass er von einem Fotografen für Fotografen ist. Als solches begreife ich die EOS R auch; nebenbei kann sie auch Filmen. Leider sehen das viele „Influenzer“ anders und hängen sich an 4K und Crop-Modus derart auf, das die sehr guten Fotoeigenschaften überhaupt nicht genannt werden. Sehr schade, wenn durch (vielleicht gezielte?) Meinungsmache ein sehr gutes Fotoprodukt durch oftmals dumme Youtube-Filmchen so herabgewürdigt wird. Ganz nebenbei benötigt Canon auch noch Luft nach oben. Aus meiner Sicht ersetzt die EOS R in erster Linie die 6D-Reihe, nur kann sie vieles viel viel besser. Die sicher spiegellosen Nachfolger der 5er und 1er Reihe legen da sicher noch was drauf!

    In diesem Sinne Glück Auf,

    Guido Alfes

    1. Hallo Guido,
      lieben Dank für Deinen Kommentar. Freut mich, wenn der Beitrag gefallen findet. Der Verweis auf die 6D Linie passt sehr gut, finde ich. Die 6D war ja, gerade auch in der ersten Generation, eine zu Recht sehr beliebte Kamera bei vielen Landschaftsfotografen. Die R hat meines Erachtens durchaus das Zeug und die Ausstattung dazu um dort anzuknüpfen und diese Rolle bei den spiegellosen von Canon einzunehmen.

      Grüße aus der Pfalz,
      Michael

      Ach ja, Filmen konnte auch die 6D schon, halt viel schlechter als das die R das heute kann. Irgendwie hat das nur keinen interessiert. Ist schon seltsam, welche Meinungsströmungen da im entstehen sind.

  2. Moin Michael,
    zufällig bin ich wieder auf deiner Seite gelandet :) Ich würde gerne wissen welcher Felsen das ist auf dem Foto „Abendliches Streiflicht im Pfälzerwald“ auf dieser Seite (und von wo aus du ihn fotografiert hast). Er kommt mir irgendwie bekannt vor, aber ich kann ihn nicht zuordnen…

    Vielen Dank und viele Grüße
    Yannick

    1. Hallo Yannick,
      danke das Du (wieder) vorbei geschaut hast. Bei bekannten Spots habe ich kein Problem damit die Location zu nennen. Meist schreibe ich es dann dazu oder wenn ich es mal nicht mache und jemand fragt (wie Du neulich beim Durstigfels bzw. dem Lämmerfels), dann beantworte ich das gerne. Bei Locations, die abseits von befestigten Wegen oder bereits erschlossenen und bekannten Spots liegen, verzichte ich allerdings auf die Bekanntgabe der Location – nicht zuletzt zum Schutz dieser Gebiete.

      Vielen Dank für Dein Verständnis und viele Grüße,
      Michael

  3. Hallo Michael,
    vielen Dank für deinen praxisbezogenen Testbericht! Ich schließe mich meinem Vorredner an – viele Tester hängen sich am 4K Crop und dem fehlenden IBIS auf und vergeben dann schlechte Bewertungen, ganz so als ob heutzutage Kameras nur noch zum Erzeugen von YouTube-Videos produziert werden…

    Ich bin auch eher der klassische Landschaftsfotograf, Dinge wie Serienbildgeschwindigkeit und Video interessieren mich nur ganz am Rand. Was mich aber sehr interessiert ist die Bildschärfe und die Low-Light-Performance.
    Ich habe aktuell auch die 5DsR, vorher hatte ich die 5D3 – der Hauptgrund für den Wechsel war damals für mich die hohe Auflösung des Sensors. Mein absolutes Ziel ist eigentlich immer die bestmögliche Schärfe bei höchstmöglicher Auflösung. Aus diesem Grund nutze ich übrigens auch die Otus- und Milvus-Linsen von Zeiss, meiner Meinung nach gibt es keine besseren Linsen auf dem Markt wenn es um die Bildschärfe geht. Diese Linsen haben keinen Autofokus, das Focus Peaking wäre also fast allein schon ein Grund zum Kauf der EOS R für mich – gerade wenn es vielleicht doch mal etwas schneller und ohne Stativ gehen muss, dauert mir die Methode mit der Lupen-Funktion meist zu lang. Mir ist bewusst, dass die EOS R im Bereich der Auflösung ein Rückschritt zur 5DsR wäre, allerdings würde mich interessieren, mal von jemandem wie Dir, der beide Kameras hat, zu hören, wie stark der Unterschied tatsächlich in der Wahrnehmung ausfällt.

    Der zweite Punkt ist, dass die 5DsR doch leider eine recht schlechte Low-Light-Performance hat (rauscht sehr schnell) – hier habe ich immer etwas neidisch zurück auf meine 5D3 bzw. auch auf die 5D4 geschaut. Wie schlägt sich denn hier die EOS R im Vergleich zur 5DsR?

    Alles in allem stehe ich wohl auch kurz vor dem Kauf der EOS R, die Vorteile (allein die kompaktere Bauform und das geringere Gewicht, das überarbeitete Bedienkonzept, der neue Mount mit den neuen Linsen, Focus Peaking) überwiegen für mich größtenteils. Ich würde mich freuen, wenn Du mir vielleicht noch ein bisschen was zu meinen letzten beiden „Wackelpunkten“ sagen kannst – gerade weil Du auch beide Kameras im direkten Vergleich hast. Ich freue mich auf Deine Antwort! =)

    Viele Grüße!

    1. Hallo Oliver,
      erst mal vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Wegen der Auflösung: Im Low-Iso Bereich wird die 5DsR im direkten Vergleich die Nase vorne haben, da ist der Auflösungsvorsprung schon zu spüren. Die Auflösung der 5DsR mit gutem Glas (bspw. dem EF 24-70 2.8 L II oder eben den von Dir genannten Zeiss), das war bzw. ist schon beeindruckend. Dieses Aha-Erlebnis beim reinzoomen, das kennst Du sicher auch und das wirst Du mit der EOS R nicht mehr in der Form haben. Aber mal ehrlich, das ist am Bildschirm schön, im Druck bis gut 1m an der langen Kante oder gar in der weiteren Verwendung auf Webseiten, spielt das dann aber kaum noch eine Rolle.
      Zum Thema Lowlight: Wie Du schreibst ist die 5DsR ist ein Spezialist für niedrige ISO. Ich habe es immer gehasst, wenn ich mit der ISO hoch musste und mich dann damit trösten musste, dass das Rauschen ja wieder weniger wird, wenn ich die Bilder später runter skaliere. Sorry, aber dann brauch ich auch keine bis zu 70MB großen RAW-Files. Deswegen habe ich zur 5DsR auch eine lange Zeit meine 5DIII behalten – eben für hohe ISO. Die EOS R ist im Vergleich dazu eine ganz neue Welt. Das fängt übrigens schon beim LiveView an. Wenn der LiveView an der 5DsR bei schlechtem Licht nicht mehr brauchbar war, liefert der bei der EOS R ganz locker ein Display-Bild mit dem man gut arbeiten kann. Mit der ISO kann ich an der EOS R ohne Probleme in die Bereich gehen, die ich bspw. für Nachtaufnahmen und Sternenhimmel brauche.
      Ich tue mir schwer hier pauschal eine Empfehlung auszusprechen. Bei mir war es so, dass ich erst durch die parallele Nutzung von 5DsR und EOS R erkennen konnte, dass mir die Fähigkeiten, die mir das Paket „EOS R“ bietet, in Summe mehr Wert sind, als das was mir die 5DsR bieten kann – auch wenn ich bspw. in der Auflösung etwas verliere. Wenn Du kannst, vielleicht nutzt Du auch erst mal beide parallel?

      Liebe Grüße,
      Michael

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